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Waschleithe war Kreissieger
2004 und 2012

Erzgebirge - Die Erlebnisheimat
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Die Sage von der Dudelskirche

Auf der Flur Haide, nahe Waschleithe, ein paar Minuten vom Fürstenbrunnen entfernt, steht eine malerische Kirchenruine am Oswaldbach. Sie soll nach Forschungen schon 1535 besitzlos gewesen sein. Niemand weiß Genaueres über sie zu berichten. Doch ist sie, im Volksmund Dudelskirche genannt, von geheimnisvollen Sagen umrankt. Über die Entstehung und den Verfall erzählt man sich:

In Waschleithe lebte ein reicher Hammerherr namens Kaspar Klinger. Den hatte sein Reichtum so übermütig gemacht, dass er sich nicht herabließ einem Gruße zu danken, selbst bei solchen Personen, die mit ihm auf gleicher Stufe standen. Einst begegnete ihm im Walde der ebenso reiche Bergherr Wolf Götterer von Elterlein. Der grüßte ihn freundlich mit "Glück auf, Herr Klinger!" Der dünkelhafte Klinger aber hielt es abermals unter seiner Würde, ihm zu danken und ritt an ihm vorbei. In seiner Ehre gekränkt, wandte sich Götterer um, stellte ihn zur Rede und sagte ihm einige harte Worte. Darüber ärgerte sich Klinger und beschloss, sich zu rächen. Seinen Bruder weihte er in seinen Racheplan ein.

Nachdem die beiden ausgeforscht hatten, dass Götterer in der Pfingstnacht allein zu Hause sei, schlichen sie sich mit Beilen bewaffnet in dessen Vorhaus ein. Als der Ahnungslose gegen 11 Uhr sein abschließen wollte, brachen die beiden Brüder aus ihrem Hinterhalt hervor und erschlugen Götterer, worauf sie sich eilends davon machten.

Die Nachbarn hatten die Fliehenden mit dem blutigen Beile bemerkt, und so mussten sich die Meuchelmörder schon tags darauf vor dem Gericht verantworten. Kaspar Klingers Bruder und Mithelfer ereilte noch am selben Tag die Strafe Gottes, er stürzte vom Pferde und brach den Hals. Klinger selbst wurde zum Tode verurteilt. Doch gestattete man ihm den Mord durch eine Geldbuße zu sühnen, als er sich erbot eine Kirche zu Ehren des heiligen Oswald zu erbauen und auch die Armen der Stadt Elterlein reichlich zu beschenken. Das war dem reichen Hammerherrn, der Wald und Steinbrüche besaß, ein leichtes. Klinger ließ Arbeitsleute, so viele nur kommen wollten, für seinen Bau anwerben. So verging kein Jahr, bis die Kirche fertig ward. Auch an reicher Innenausstattung ließ er es nicht fehlen. Kanzel und Altar wurden äußerst prachtvoll gearbeitet. Eine herrliche Glocke zierte den Turm.

Zum Tag der Einweihung war viel Volk gekommen. Da zog ein schweres Gewitter drohend am Himmel herauf. Alle bangten und wagten sich nicht in die Kirche, keiner wollte am Glockenstrang ziehen. Selbst der Glöckner weigerte sich, die Glocke ertönen zu lassen, bevor nicht das Unwetter vorüber sei. Da wurde Klinger ungeduldig und machte sich selbst daran die Glocke zu läuten. Der Pater versuchte ihn davon abzuhalten, noch seien seine Hände vom Blute Götterers nicht rein, er solle seinen Stolz demütigen. Doch Klinger rührte das nicht. Er stürmte in den Turm und läutete die Glocke. Doch diese klang schaurig, wie ein Armsünderglöcklein. Da fuhr ein Blitzstrahl in den Turm der Kirche, zündete sich an und tötete Klinger. Das Volk stand wie versteinert da und wagte nicht den Brand zu löschen, denn jeder sah darin das Gericht Gottes. So brannte das Bauwerk bis auf die Bauern nieder. Klingers Leichnam wurde zerschmettert im Turm gefunden und am Waldrand eingescharrt. Die Einwohner erzählen sich, dass sein Geis ruhelos umherirre und den zufällig vorbeikommenden Wanderer grüße. Das soll solange fortgehen, bis ihm sein Gruß von Jemanden gedankt werde.

Nächtlicher Spuk an der Dudelskirche

In der Nähe der Dudelskirche, rechts am Wiesenweg nach Langenberg, stand eine Fichte, unter der die Gebeine des Mörders Kaspar Klinger begraben sein sollen. An diesem Ort ist es darum nicht recht geheuer. Wenn es dunkel wird, dann spukt Klingers Geist, weil der Mörder im Grab keine ruhe findet. Sein Schatten irrt im Walde und auf dem Wege umher, und wen er trifft, den grüßt er. Aber jedermann entflieht bei seinem Anblick. Erst wenn ihm jemand aus seinen Gruß dankt, findet der umherirrende Geist Ruhe im Grabe.

 
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